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Italienische Kollokationen
Wortverbindungen der italienischen und deutschen Sprache im Vergleich
Ein Forschungsprojekt
 

Herzlich willkommen auf unserer Homepage! Hier finden Sie verschiedene Informationen und Beispiele zu italienischen Kollokationen, die im Rahmen eines linguistischen Forschungsprojektes an der Universität Innsbruck (Österreich) gesammelt und 2015 in Form eines Lernwortschatzes (italienisch-deutsch) publiziert werden.

Was sind Kollokationen? Dabei handelt es sich um typische, so genannte „halbfeste“ Wortverbindungen einer Sprache, die im alltäglichen Sprachgebrauch sehr wichtig sind, für Fremdsprachenlernende aber oft tückische Fallen darstellen, wenn sie wörtlich von der Muttersprache ausgehend übersetzt werden. So sollte ein Italienischlernender z.B. darüber Bescheid wissen, dass man in dieser Sprache, wenn man einen Nagel in die Wand einschlägt, das Wort für „einpflanzen“ verwendet (piantare un chiodo nel muro), dass eine Unterrichtsstunde, wenn sie ausfällt, wörtlich „springt“ (la lezione salta), oder dass eine leere / unbespielte CD oder DVD als „jungfräulich“ bezeichnet wird (un CD/DVD vergine).

Warum Kollokationen lernen? Kollokationen begegnen uns in der Sprache allerorts und sind essenziell für die tägliche Kommunikation. Da sie in verschiedenen Sprachen aber meist voneinander abweichen, stellen sie für Fremdsprachenlernende einen häufigen Stolperstein dar. Besonders auf einem fortgeschritteneren sprachlichen Niveau werden Fremdsprachler/innen oft noch als solche entlarvt, wenn sie im Kollokationsgebrauch unsicher sind. Während Kollokationen von Muttersprachler/innen schon von Kindheit an als zusammenhängende Einheiten im Gedächtnis abgespeichert sowie intuitiv richtig verwendet und als nichts Auffälliges empfunden werden, sehen Fremdsprachler/innen in ihnen einen „besonderen“ Sprachgebrauch, der eigens gelernt und eingeübt werden muss. Wussten Sie z.B. spontan, dass die korrekte Übersetzung für den Tisch decken im Italienischen apparecchiare (und nicht: coprire) la tavola lautet, oder dass Sie, wenn Sie bei einer Tombola eine Nummer ziehen, diese wörtlich „fischen“ müssen (pescare un numero)?