Schlagwort-Archiv: Polysemie

Unsere Kollokationskonzeption

Weite vs. enge Kollokationskonzeptionen: Im Laufe der Geschichte der Kollokationsforschung wurden zahlreiche unterschiedliche Definitionen und Konzeptionen für den Terminus „Kollokation“ vorgeschlagen. Insgesamt kann dabei zwischen weite(re)n und enge(re)n Auffassungen unterschieden werden. Gemäß einer sehr weiten Konzeption, die primär quantitativ und statistisch ausgerichtet ist und z.B. in der  Computer- und Korpuslinguistik verbreitet ist, handelt es sich bei einer Kollokation um jegliches Miteinandervorkommen von Wörtern in einem Korpus, unabhängig vom semantischen Gehalt der Verbindungen. Wird hingegen von einer engen, vorwiegend qualitativ und semantisch ausgerichteten Konzeption ausgegangen, so handelt es sich bei Kollokationen um einen bestimmten Typus von Phraseologismen (im weiteren Sinne), der auf dem Kontinuum zwischen freien Wortverbindungen auf der einen Seite und idiomatischen Ausdrücken (Idiomen) auf der anderen Seite anzusiedeln ist: Kollokationen sind demzufolge weder gänzlich „frei“ zusammensetzbar noch vollständig idiomatisiert; aus diesem Grund werden sie oft auch als „halbfest“ bezeichnet.

Kollokationsstruktur „Basis + Kollokator“: Gemäß der engen, semantisch ausgerichteten Kollokationskonzeption stellen Kollokationen hierarchisch organisierte, binäre (zweigliedrige) Wortverbindungen dar, welche aus einer so genannten „Basis“ und einem so genannten „Kollokator“ bestehen. Die Basis ist in der Regel in ihrer wörtlichen Bedeutung verwendet und dem Kollokator kognitiv übergeordnet, während der Kollokator innerhalb der Kollokation von seiner Ausgangsbedeutung auch abweichen kann und seine Wahl stets von der jeweiligen Basis abhängt. Beim Kollokator handelt es sich um den „unvorhersehbaren“ Bestandteil, den Fremdsprachenlernende oft nicht kennen, nach dem sie im Wörterbuch suchen und der in verschiedenen Sprachen unterschiedlich sein kann. So sind z.B. in den Kollokationen piantare un chiodo (‚einen Nagel einschlagen‘, wörtl.: „einpflanzen“), la lezione salta (‚die Stunde fällt aus / entfällt‘, wörtl.: „springt“) und un CD/DVD vergine (‚eine unbespielte / leere [wörtl.: “jungfräuliche”] CD/DVD‘, ‚ein [CD-/ DVD-]Rohling‘) die Basen durch die Substantive chiodo, lezione bzw. CD/DVD repräsentiert, die Kollokatoren hingegen durch die Verben piantare und saltare bzw. das Adjektiv vergine.

Kollokationstypen unter morpho-syntaktischem Aspekt:

  1. Substantiv (Subjekt) + Verb: la fiamma / la luce tremola / vacilla ‘die Flamme / das Licht flackert’, lo stomaco brontola ‘der Magen knurrt’, il tempo stringe ‘die Zeit drängt / ist knapp’
  2. Verb + Substantiv (direktes Objekt): appuntire una matita ‘einen Bleistift spitzen’, battere un record ‘einen Rekord brechen’, ingannare la fiducia (di qcn.) ‘(jmds.) Vertrauen missbrauchen’; Funktionsverbgefüge: dare un’occhiata (a qcs. / qcn.) ‘einen Blick (auf etw. / jmdn.) werfen’, fare naufragio ‘Schiffbruch erleiden’
  3. Verb + Präpositionalsyntagma: fumare / ribollire di rabbia ‚vor Wut kochen‘, morire / scoppiare di curiosità ‚vor Neugierde platzen‘; Funktionsverbgefüge: andare a fuoco ‘brennen’/ ‘Feuer fangen’, mettere (qcs.) in moto ‘(etw.) in Bewegung setzen’
  4. Verb + Adverb / Präpositionalsyntagma (in der Funktion eines Modaladverbiale): ancorare saldamente ‘fest verankern’, fallire miseramente ‘kläglich scheitern’, pentirsi amaramente (di qcs.) ‘(etw.) bitter bereuen’
  5. Substantiv + Adjektiv / Präpositionalsyntagma (in der Funktion eines Attributs): un argomento delicato / spinoso ‘ein heikles Thema’, una sfacciataggine inaudita ‘eine bodenlose Frechheit’, uno scherzo da prete ‘ein blöder / schlechter Scherz’
  6. Adjektiv / Partizip + Adverb / Präpositionalsyntagma (in der Funktion eines Attributs): perdutamente innamorato ‘unsterblich / hoffnungslos verliebt’, ubriaco fradicio ‘stockbetrunken’, nuovo di zecca / fiammante ‘funkelnagelneu’

Kollokationstypen unter semantisch-begrifflichem Aspekt:

  1. Kollokationen mit semantisch sehr spezifischem Kollokator, der eine sehr große Intension und einen sehr engen Kombinationsradius aufweist: il sole tramonta ‚die Sonne geht unter‘, digrignare i denti ‚die Zähne fletschen‘, un naso camuso ‘eine platte / stumpfe Nase’
  2. Kollokationen mit polysemem (mehrdeutigem) Kollokator, der innerhalb der Kollokation im Vergleich zu seiner Ausgangsbedeutung eine semantische Weiterentwicklung bzw. Bedeutungsmodifikation erfahren hat (meist in Form einer metaphorischen Übertragung): la collera sbollisce / svanisce ‘der Zorn verraucht’, nutrire speranza ‘Hoffnung hegen / schöpfen’, una fiducia cieca ‘blindes Vertrauen’
  3. Kollokationen mit semantisch entleertem / vagem Kollokator, der eine sehr kleine Intension und einen sehr weiten Kombinationsradius aufweist (oft Funktionsverbgefüge): prendere una decisione ‚eine Entscheidung treffen‘, mettere (qcs.) in rilievo ‘(etw.) hervorheben’, porre un freno (a qcs. / qcn.) ‘(etw. / jmdm.) Einhalt gebieten’
  4. Elliptische Kollokationen (selten): il cellulare non prende ‘das Handy hat keinen Empfang’ (wörtl.: „das Handy nimmt nicht“), il rubinetto perde ‘der (Wasser)hahn tropft‘ (wörtl.: „verliert“; in diesem Beispiel wird das direkte Objekt acqua ‘Wasser’ ausgelassen, wodurch sich der Kollokationsstatus der Verbindung erst ergibt)
  5. Kollokationen an der Grenze zu den freien Wortverbindungen, insofern sie nur bestimmte Kollokatoren zulassen, während andere (theoretisch ebenfalls mögliche) Kollokatoren ausgeschlossen sind: occhi storti ‚Schielaugen‘ (aber nicht: ?occhi obliqui), levare / cavareestirpareestrarrestrapparetogliere un dente ‚einen Zahn ziehen‘ (aber nicht: ?tirare un dente)

Sonderfall semiidiomatische Kollokationen: Bei semi- oder teilidiomatischen Kollokationen ist der Kollokator idiomatisiert, wie im Falle der Kollokation un numero verde ‘eine kostenlose (wörtl.: “grüne”) (Ruf)nummer’. Da die Basis jedoch nicht idiomatisch gebraucht ist (numero = ‘[Ruf]nummer’), sind solche Verbindungen insgesamt nur teilidiomatisch und aus diesem Grund nicht den (Voll-)Idiomen zuzurechnen, sondern noch zu den Kollokationen zu zählen, weil mindestens ein Teil der Verbindung wörtlich gebraucht ist und die Gesamtbedeutung meist noch aus den einzelnen Teilen erschließbar ist. Es gibt auch Semi-Idiome mit “ungewöhnlicher Kollokationssyntax”, wie im Falle von divertirsi un mondo (‘sich köstlich amüsieren’, wörtl.: “sich eine Welt amüsieren”): Bei diesem Beispiel stellt das Verb divertirsi die Basis dar, weil es sich um den wörtlichen Teil der Verbindung handelt, während es sich beim Modaladverbiale un mondo um den idiomatisch gebrauchten Kollokator handelt.

Sonderfall Komposita: Einige italienische Verbindungen bestehend aus einem Substantiv + Adjektiv oder Präpositionalsyntagma werden im Deutschen mit Komposita (Wortzusammensetzungen) wiedergegeben, wie z.B. tetto apribile = dt. Schiebe– / Hebedach. Dies ist meist dann der Fall, wenn ein bestimmter Typ oder eine Unterklasse von etwas bezeichnet wird (tetto apribile ‘Schiebedach’ = Typ / Subklasse von tetto). Aus lernerorientierter Perspektive lässt sich zwischen den Elementen solcher Verbindungen eine kollokative Beziehung ausmachen (tetto bzw. Dach können als Basen identifiziert werden, apribile bzw. Schiebe- / Hebe- hingegen als “unvorhersehbare”, einzelsprachspezifische Kollokatoren). So müssen etwa vicolo ciecoSackgasse’ (wörtl.: “blinde Gasse”), letto a castello (‘Stockbett’, wörtl.: “Schlossbett”) und foresta vergineUrwald’ (wörtl.: “jungfräulicher Wald”) wie Kollokationen gelernt werden. Aus diesem Grund werden solche Verbindungen in unseren Lernwortschatz ebenfalls aufgenommen.

Glossar

Freie Wortverbindung: Damit wird eine Verbindung von zwei oder mehreren Wörtern bezeichnet, die (mehr oder weniger) „frei“ gebildet werden kann. Allerdings sind dabei immer gewisse semantische Mindestregeln (so genannte „Selektionsrestriktionen“) zu beachten: So kann z.B. das Verb mangiare (‚essen‘) mit una mela (‚einen Apfel‘), un panino (‚ein Brötchen‘) oder una pizza (‚eine Pizza‘) verbunden werden, nicht aber mit un tavolo (‚einen Tisch‘), weil ein Tisch normalerweise nicht die Bedingung der Essbarkeit erfüllt. Der Grad an „Freiheit“ bei der Bildung kann jedoch sehr unterschiedlich sein. Die Übergänge von den freien Wortverbindungen zu den Kollokationen sind daher fließend und eine klare Grenze zwischen den beiden Kategorien ist nicht genau festzumachen.

Funktionsverbgefüge (FVG): Diese Wortverbindungen werden oft als bestimmter Typ von Kollokationen aufgefasst, manchmal aber auch von ihnen abgegrenzt. FVG bestehen aus einem Verb + direktem Objekt (z.B. fare / porre una domanda – eine Frage stellen, prendere una decisione – eine Entscheidung treffen) oder aus einem Verb + Präpositionalsyntagma (z.B. mettere a disposizione – zur Verfügung stellen, prendere in considerazione – in Erwägung ziehen). Das Besondere an ihnen ist, dass das Verb hauptsächlich nur der Vermittlung grammatischer Informationen dient, während die eigentliche semantische Hauptinformation durch das Substantiv zum Ausdruck gebracht wird. Aus diesem Grund gibt es für FVG oft auch ein synonymes einfaches Verb, das ungefähr dieselbe denotative Bedeutung zum Ausdruck bringt (z.B. fare una domanda – domandare, prendere una decisione – decidere).

Glottodidaktik (auch: Sprachen- / Fremdsprachendidaktik; abgeleitet von altgriechisch glotta ‚Sprache‘ und didáskein ‚lehren‘, ‚unterrichten‘): Die Glottodidaktik ist ein wissenschaftlicher Teilbereich, der sich mit der Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens von Fremdsprachen und Sprachen ganz allgemein befasst.

Idiom (auch: idiomatischer Ausdruck, (idiomatische) Redewendung; abgeleitet von altgriechisch idíōma eigentümliche Ausdrucksweise‘): Bei Idiomen handelt es sich um Wortverbindungen, deren Gesamtbedeutung nicht aus der Summe der Bedeutungen der einzelnen Bestandteile abgeleitet werden kann. Würde man z.B. die Bedeutungen der einzelnen Wörter des italienischen Idioms cadere dalla padella nella brace addieren (‚vom Regen in die Traufe kommen‘, wörtl.: „von der Pfanne in die Glut fallen“), so würde man nicht zu der idiomatischen Bedeutung ‚in eine noch schlimmere Situation geraten‘ gelangen. Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Idiom überhaupt nicht motiviert oder die Motivation des betreffenden Idioms völlig verblasst sein muss. Vielfach ist die ursprüngliche Motivation eines Idioms noch klar erkennbar, so z.B. im Falle von alzare il gomito (‘zu tief ins Glas schauen’, wörtl.: „den Ellbogen heben“), da beim Trinken von Alkohol durch das Ansetzen des Glases / der Flasche typischerweise tatsächlich der Ellbogen hochgehoben wird, oder im Falle von avere le mani di pastafrolla (‘ungeschickt sein’, wörtl.: „Hände aus Mürbeteig haben“).

Kollokation (abgeleitet von lateinisch collocatio [aus con + locare] ‚Stellung‘, ‚Anordnung‘, ‚das Zusammen- / Nebeneinanderstellen‘) [=> siehe auch “Unsere Kollokationskonzeption”]: Gemäß einer engen, semantisch ausgerichteten Konzeption handelt es sich bei Kollokationen um einen bestimmten Typus von Phraseologismen (im weiteren Sinne), der auf dem Kontinuum zwischen freien Wortverbindungen auf der einen Seite und idiomatischen Ausdrücken (Idiomen) auf der anderen Seite anzusiedeln ist: Kollokationen sind demzufolge weder gänzlich “frei” zusammensetzbar noch vollständig idiomatisiert; aus diesem Grund werden sie oft auch als “halbfest” bezeichnet. Sie stellen typischerweise binäre (zweigliedrige) Wortverbindungen dar, welche aus einer so genannten “Basis” und einem so genannten “Kollokator” bestehen. Die Basis ist in der Regel in ihrer wörtlichen Bedeutung verwendet und dem Kollokator kognitiv übergeordnet, während der Kollokator innerhalb der Kollokation von seiner Ausgangsbedeutung auch abweichen kann und seine Wahl stets von der jeweiligen Basis abhängt. Beim Kollokator handelt es sich um den “unvorhersehbaren” Bestandteil, den Fremdsprachenlernende oft nicht kennen, nach dem sie im Wörterbuch suchen und der in verschiedenen Sprachen unterschiedlich sein kann. So sind z.B. in den Kollokationen piantare un chiodo (‘einen Nagel einschlagen’, wörtl.: “einpflanzen”), la lezione salta (‘die Stunde fällt aus / entfällt’, wörtl.: “springt”) und un CD / DVD vergine (‘eine unbespielte / leere [wörtl.: “jungfräuliche”] CD / DVD’, ‘ein [CD- / DVD-]Rohling’) die Basen durch die Substantive chiodo, lezione bzw. CD / DVD repräsentiert, die Kollokatoren hingegen durch die Verben piantare und saltare bzw. das Adjektiv vergine.

Kombinationsradius (auch: Kollokationsradius; Kombinations-/Kollokationsgrad oder -bereich): Darunter ist die Summe aller Wörter (Lexeme) zu verstehen, mit denen ein bestimmtes Wort eine Verbindung eingehen kann. Kann ein Wort mit einer Vielzahl anderer Wörter verwendet werden, so ist sein Kombinationsradius als groß bzw. weit anzusehen (z.B. profondo ‚tief‘, mangiare ‚essen‘). Kann es hingegen nur mit wenigen anderen Lexemen kombiniert werden, dann weist es einen engen Kombinationsradius auf (z.B. commettere, das nur mit negativ besetzten Substantiven wie reato ‚Verbrechen‘, omicidio ‚Mord‘, furto ‚Diebstahl‘ usw. in der Bedeutung ‚begehen‘ gebraucht wird). Einige wenige Lexeme haben sogar einen so genannten „unikalen“ bzw. maximal engen Kombinationsradius, wie z.B. scozzare, das im Italienischen fast nur mit le carte (‚[Spiel-]Karten‘) in der Bedeutung ‚die Karten mischen‘ verwendet wird.

Konzeptualisierung: Darunter ist die Art und Weise zu verstehen, auf welche in einer Sprache auf ein bestimmtes Konzept kognitiv zugegriffen und es gleichzeitig versprachlicht wird. Anders gesagt handelt es sich um den spezifischen „Blick“, der auf ein Objekt oder einen Sachverhalt in einer Sprache geworfen wird. Die Konzeptualisierung ist quasi die „Brücke“, die die außersprachliche Wirklichkeit mit der Sprache verbindet, indem ein bestimmter Aspekt eines Konzepts kognitiv herausgegriffen und in sprachlichen Mitteln zum Ausdruck gebracht wird. Die Konzeptualisierung ist in verschiedenen Sprachen meist unterschiedlich. So ist im Deutschen das Handtuch als ‚Tuch für die Hand‘ konzeptualisiert, während im Italienischen asciugamano einfach ‚etwas zum Trocknen der Hände‘ ist und somit die Funktion des Gegenstandes im Vordergrund steht (asciugare = ‚trocknen‘, mano = ‚Hand‘). In einigen Fällen können die Konzeptualisierungen zweier Sprachen aber auch übereinstimmen oder ähnlich sein, wie bei den Kollokationen ammazzare il tempo – die Zeit totschlagen (im Italienischen wörtlich: „töten“).

Lemma  (abgeleitet von altgriechisch lemma ‚das Aufgenommene‘, ‚die Annahme‘): Dabei handelt es sich um den linguistischen Fachausdruck für einen Wörterbuch- / Lexikoneintrag bzw. für ein Wort (Lexem) in der Form, unter der man es in einem Nachschlagewerk als Eintrag findet. So umfasst beispielsweise der Eintrag / das Lemma andare (‘gehen’) auch andere Formen desselben Verbs, wie z.B. vado (‘ich gehe’), andato (‘gegangen’) oder andando (entspricht dem englischen going).

Lexemkombination (auch: Lexemverbindung; vgl. altgriechisch léxis ‚Wort‘): Hierbei handelt es sich um den linguistischen Fachausdruck für eine Wortverbindung, d.h. eine Verbindung von zwei oder mehreren Wörtern (Lexemen). Es gibt verschiedene Arten von Lexemkombinationen mit jeweils unterschiedlichen Festigkeits- bzw. Fixiertheitsgraden, wie z.B. freie Wortverbindungen (nicht bzw. kaum fixiert), Kollokationen („halbfest“) und Idiome (stark fixiert). Während die Einstufung einer Wortverbindung als Phraseologismus oft schwierig ist und von der jeweiligen Phraseologiekonzeption abhängt, ist der Terminus „Lexemkombination“ neutraler bzw. als übergeordnet anzusehen, insofern jegliche Arten von Wortverbindungen (auch „freie“ bzw. nicht fixierte) darunter fallen.

Lexikalisierte Metapher: Metaphern sind den meisten von uns als Stilmittel der Literatur bekannt, als „blumige“ Ausdrucksweise bzw. „bildliche“ oder „übertragene“ Verwendung von Wörtern. Wenn Metaphern aber nicht mehr spontan bzw. ad hoc (z.B. von einem einzelnen Autor oder in einer bestimmten Situation) gebildet werden, sondern in den allgemeinen Gebrauch einer Sprachgemeinschaft übergegangen bzw. zur Norm geworden sind, dann bezeichnet man sie als „lexikalisierte Metaphern“. Metaphern spielen daher auch beim Bedeutungswandel im Laufe der Sprachgeschichte eine zentrale Rolle und tragen so wesentlich zur Herausbildung von Mehrdeutigkeiten (Polysemien) von Wörtern bei. So ist etwa die Kollokation covare una malattia (‚eine Krankheit ausbrüten‘) aufgrund einer metaphorischen Übertragung aus covare le uova (‚Eier ausbrüten‘) heraus entstanden (konkret -> abstrakt), diese Metapher ist heute aber bereits lexikalisiert und die Bedeutung von covare im Sinne von ‚ausbrüten‘ (in Bezug auf eine Krankheit) findet sich auch in den Wörterbüchern. Das Besondere an lexikalisierten Metaphern ist, dass sie von Muttersprachler/inne/n meist gar nicht mehr bewusst als Metaphern wahrgenommen werden, von Fremdsprachenlernenden hingegen sehr wohl, weswegen letztere Polysemien und lexikalisierte metaphorische Verwendungsweisen von Wörtern auch bewusst lernen und einüben sollten.

Lexikographie: Dabei handelt es sich um eine praktisch ausgerichtete linguistische Teildisziplin, die sich mit der (konkreten) Erstellung von Wörterbüchern und Lernwortschätzen befasst. Die mehr theoretisch ausgerichtete Metalexikographie setzt sich hingegen mit der wissenschaftlichen Analyse bestehender Wörterbücher und Fragen der Wörterbuchkonzeption generell auseinander.

Motiviertheit (auch: Motivation, Motivierung): Darunter ist die semantische Durchsichtigkeit bzw. Transparenz sprachlicher Zeichen und Einheiten zu verstehen. Während sich sprachliche Einzelzeichen zum Großteil durch Arbiträrität auszeichnen (es gibt z.B. keinen erkennbaren Grund, warum ein Hund im Englischen als dog, im Italienischen hingegen als cane bezeichnet wird), gibt es auf der Ebene der Wortverbindungen anfänglich stets eine Motivationsgrundlage, indem auf eine bestimmte Konzeptualisierung zurückgegriffen wird. Motiviertheit zum synchronen Sprachzustand ist dann gegeben, wenn aus der Form einer sprachlichen Einheit und dem Weltwissen auf ihre Bedeutung und ihre Benennungsgrundlage geschlossen werden kann (vgl. die unter “Beispiele” aufgelisteten, semantisch transparenten Kollokationen). Manchmal ist die ursprüngliche Motivation im Laufe der Sprachgeschichte jedoch verblasst und synchron nicht mehr erkennbar, wie im Falle von stipulare un contratto (‚einen Vertrag schließen‘), wo sich stipulare von lateinisch stípula ‚Strohhalm‘ herleitet, weil in der Antike bei einem Vertragsabschluss ein Strohhalm entzwei gebrochen wurde.

Phraseologie und Phraseologismen (auch: Phraseme): Als Phraseologie wird die linguistische Teildisziplin bezeichnet, die sich mit Phraseologismen beschäftigt. Sowohl bei der Phraseologie als auch bei den Phraseologismen wird zwischen einer engen und einer weiten Auffassung unterschieden: (a) Gemäß der engen Konzeption gehören nur Idiome (= Phraseologismen im engeren Sinne) zum Untersuchungsgegenstand der Phraseologie bzw. zu den Phraseologismen, d.h. nur solche Verbindungen, die sich durch Idiomatizität auszeichnen und deren Gesamtbedeutung sich nicht aus der Summe der Bedeutungen der einzelnen Bestandteile ergibt. (b) Gemäß der weiten Konzeption sind neben den Idiomen auch alle anderen Arten von festen Wortverbindungen zum Bereich der Phraseologie und zu den Phraseologismen zu rechnen, so u.a. Kollokationen, Routineformeln (z.B. Quanti anni hai? – Wie alt bist du?), Sprichwörter (Chi fa da sé fa per tre. – Selbst ist der Mann / die Frau.).

Polysemie (abgeleitet von altgriechisch polýs ‚viel‘ / ‚mehrere‘ und séma ‚Zeichen‘): Dabei handelt es sich um einen bestimmten Fall von Mehrdeutigkeit bzw. Ambiguität sprachlicher Zeichen, die typischerweise auf Lexemebene (Wortebene) auftritt. Ein Wort ist dann polysem, wenn es zwei oder mehrere Bedeutungen aufweist, die untereinander einen etymologischen und semantischen (inhaltlichen) Zusammenhang aufweisen, wie z.B. ital. spina, das in seiner Grundbedeutung ‚Dorn‘ heißt, in einer davon abgeleiteten Bedeutung aber auch ’stechender Schmerz‘ (basierend auf der metonymischen Relation ‚Ursache – Resultat‘, denn Dornen können stechende Schmerzen verursachen). Im Wörterbuch findet man die verschiedenen Bedeutungen eines polysemen Wortes daher unter einem einzigen Lemma (Eintrag).  Im Rahmen von Kollokationen spielen Polysemien vor allem im Bereich verbaler und adjektivischer Kollokatoren eine Rolle, weil besonders diese Wortarten oft polysem sind und im Vergleich zu ihrer Grundbedeutung eine metaphorische Übertragung erfahren haben (vgl. abbracciare una professione ‚einen Beruf ergreifen‘, wörtl.: „umarmen“; una curva cieca ‚eine unübersichtliche [wörtl.: “blinde”] Kurve‘). Da Polysemien in verschiedenen Sprachen meist unterschiedlich verteilt sind, ergeben sich unterschiedliche Kombinationsradien und Bildlichkeiten sowie folglich auch Unterschiede in den Kollokationen.

Semiidiomatische Kollokationen (auch: teilidiomatische Kollokationen; Teilidiome; Semiidiome) [=> siehe auch “Unsere Kollokationskonzeption”]: Bei teil- oder semiidiomatischen Kollokationen ist der Kollokator idiomatisiert, wie im Falle der Kollokation un numero verde ‘eine kostenlose (wörtl.: “grüne”) (Ruf)nummer’. Da die Basis jedoch nicht idiomatisch gebraucht ist (numero = ‘(Ruf)nummer’), sind solche Verbindungen insgesamt nur teilidiomatisch und aus diesem Grund nicht den (Voll-)Idiomen zuzurechnen, sondern noch zu den Kollokationen zu zählen, weil mindestens ein Teil der Verbindung wörtlich gebraucht ist und die Gesamtbedeutung meist noch aus den einzelnen Teilen erschließbar ist. Es gibt auch Semi-Idiome mit “ungewöhnlicher Kollokationssyntax”, wie im Falle von divertirsi un mondo (‘sich köstlich amüsieren’, wörtl.: “sich eine Welt amüsieren”): Bei diesem Beispiel stellt das Verb divertirsi die Basis dar, weil es sich um den wörtlichen Teil der Verbindung handelt, während es sich beim Modaladverbiale un mondo um den idiomatisch gebrauchten Kollokator handelt.

Lernwortschatz

Buchpublikation: Die italienischen Kollokationen, die in einer speziell dafür erstellten Datenbank erfasst werden, werden 2015 beim Verlag Helmut Buske (Hamburg) in Form eines Lernwortschatzes bzw. Wörterbuches publiziert.

Auswahl der Lemmata und Kollokationen: Der Auswahl italienischer Kollokationen für unseren Lernwortschatz wird ein strukturelles Kriterium zu Grunde gelegt, insofern ausschließlich solche Kollokationen erfasst werden, deren Basen Substantive darstellen, was auf die morpho-syntaktischen Typen 1-4 (aufgelistet unter “Unsere Kollokationskonzeption”) zutrifft. Die Anzahl der Basen (= gleichzeitig Lemmata des Lernwortschatzes) beschränkt sich zunächst auf ca. 900-1100 Substantive, die dem italienischen Grundwortschatz des Dizionario di base della lingua italiana (DIB) von De Mauro / Moroni (1996) angehören. Die Entscheidung, welche Lexemverbindungen überhaupt als Kollokationen zu klassifizieren und in den Lernwortschatz aufzunehmen sind, wird von den Projektmitarbeiterinnen selbst bzw. bei jeder Verbindung eigens getroffen, wobei als generelle Richtlinie die Zugehörigkeit zu einem der 5 semantischen Kollokationstypen (aufgelistet unter “Unsere Kollokationskonzeption”) gelten kann.

Nachschlagewerk und aktive Lernhilfe: Der Lernwortschatz soll einerseits als Nachschlagewerk dienen, andererseits aber auch und vor allem als “aktive” Lernhilfe für L2-Lerner/innen sowie als Hilfsmittel für Fremdsprachenlehrer/innen. Dadurch, dass die Kollokationen in zwei Spalten angeordnet werden (in der rechten Spalte findet sich jeweils die deutsche Entsprechung zum italienischen Teil in der linken Spalte), haben die Lerner/innen u.a. die Möglichkeit, eine der beiden Spalten abzudecken und zu überprüfen, was sie bereits gelernt haben bzw. wissen.

Illustrationen: Zur besseren Anschaulichkeit und Erleichterung des Memorisierens werden einige Kollokationen zusätzlich anhand entsprechender Bilder verdeutlicht, die von Tiroler Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Kooperationen mit Schulen sowie bei öffentlichen Veranstaltungen angefertigt wurden (siehe auch “Illustrationen”).

Aufbau der Einträge: Innerhalb eines Eintrages sind die Kollokationen nach den morpho-syntaktischen Typen 1-4 angeordnet, und innerhalb dieser richtet sich die Ordnung der Kollokationen jeweils alphabetisch nach dem Anfangsbuchstaben des Kollokators. Besonderes Augenmerk wird bei den Einträgen auf die Bewusstmachung von Unterschieden zwischen den italienischen und deutschen Kollokationen gelegt, wodurch sich ein größtmöglicher Nutzen bzw. Lerngewinn für die L2-Lerner/innen ergeben soll:

  • Zum besseren Nachvollzug der Bildlichkeit einer italienischen Kollokation wird (im Falle polysemer Kollokatoren) in Klammern unter Anführungszeichen auch ihre wörtliche Übersetzung ins Deutsche angegeben (ausgehend von der Grundbedeutung des Kollokators). Damit kann gezeigt werden, wie fehleranfällig die wörtliche Übertragung vom Italienischen ins Deutsche (bzw. umgekehrt) sein kann: z.B. il dente balla ‘der Zahn wackelt’, wörtl.: “tanzt”.
  • Für jede Kollokation wird ein Beispielsatz (inklusive deutscher Übersetzung) angeführt, um ihren Gebrauch in einem konkreten Kontext zu veranschaulichen. Bei sämtlichen Beispielen wird darauf geachtet, dass sie gebräuchlich bzw. nicht “konstruiert” und auch inhaltlich ansprechend sind. Zu diesem Zweck werden authentische Textbeispiele mittels Google gesucht, die von Erica Autelli als italienischer Muttersprachlerin stets überprüft, gegebenenfalls modifiziert und von Christine Konecny anschließend ins Deutsche übersetzt werden.
  • Kann eine Kollokation zugleich in mehreren Strukturtypen auftreten, so werden diese unter einem einzigen Eintrag zusammengefasst: z.B. otturare (auch: piombare) un dente / un dente otturato (auch: piombato) ‘einen Zahn plombieren (auch [seltener]: füllen, mit einer Füllung versehen)’ / ‘ein plombierter Zahn’.
  • Wenn es mehrere alternative Kollokatoren gibt, werden diese in Klammern angeführt: z.B. levare un dente ‘einen Zahn ziehen’, aber auch: cavare, estirpare, estrarre, strappare, togliere un dente.
  • Die Benutzer können unter einem Eintrag nicht nur die Kollokatoren einer bestimmten Basis in Erfahrung bringen, sondern gegebenenfalls durch Verweise auch die mit einem Kollokator verbundenen weiteren Basen: vgl. piantare i denti (nella mano a/di qcn.) ‘(jmdm.) (z.B. in die Hand) beißen’, wo auf den Eintrag chiodo verwiesen wird, unter dem sich die Kollokation piantare un chiodo ‘einen Nagel einschlagen’ findet.
  • Wenn zwei (oder mehrere) Kollokatoren Antonyme (Gegensatzwörter) darstellen, werden diese ebenfalls unter einem einzigen Eintrag zusammengefasst (mit dem Verweis “VS.” für ‘versus’): z.B. il dente aguzzo (auch: affilato) VS. il dente ottuso ‘der scharfe Zahn’ VS. ‘der stumpfe Zahn’.
  • In bestimmten Fällen finden sich auch Angaben zur Frequenz und zum Register der Kollokationen, z.B. wenn sie nur sehr selten, typischerweise in der Umgangssprache oder nur in pejorativer (abwertender) Bedeutung gebraucht sind (diese Angaben erheben jedoch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit): [selten], [ugs.], [pej.], usw.

Vorschau: Im Folgenden wird eine Vorschau auf den Eintrag des Lemmas dente (‚Zahn‘) im geplanten Lernwortschatz geboten (für eine bessere Auflösung Eintrag anklicken und anschließend vergrößern):

Didaktischer Hintergrund

Theoretische Prämissen: Es ist davon auszugehen, dass Kollokationen durch eine zusätzliche bildliche und dadurch nicht ausschließlich “abstrakte” Vermittlung leichter erlernt und memorisiert werden können. Aus diesem Grund sollen in unserem Lernwortschatz einige ausgewählte Kollokationsbeispiele durch bildliche Darstellungen ihrer Konzeptualisierungen veranschaulicht werden.

Welche Kollokationen eignen sich für bildliche Darstellungen? Nicht alle Kollokationen eignen sich zur Anfertigung von Zeichnungen, sondern hauptsächlich solche, deren Kollokator mehrdeutig (polysem) ist und eine metaphorische Übertragung im Vergleich zu seiner Ausgangsbedeutung erfahren hat. Die dahinter stehende Bildlichkeit muss dabei noch klar erkennbar und zeichnerisch darstellbar sein, wie im Falle von il dente balla (der Zahn wackelt, wörtl.: „tanzt“).

Wie entstehen die Bilder? Die Bilder zur Darstellung der Konzeptualisierung ausgewählter italienischer Kollokationen wurden/werden von Schülerinnen und Schülern im Rahmen diverser öffentlicher Veranstaltungen sowie auf Grund von Kooperationen mit Tiroler Schulen angefertigt.

Anzahl der bisher erstellten Zeichnungen: Bis dato wurden insgesamt bereits über 1000 Zeichnungen seitens Tiroler Schülerinnen und Schülern erstellt:

  • Aktionstag Junge Uni, November 2009: 157 Zeichnungen
  • Lange Nacht der Forschung, November 2009: 71 Zeichnungen
  • Aktionstag Junge Uni, November 2010: 209 Zeichnungen (inkl. Zeichnungen zu Phraseologismen anderer Sprachen)
  • Volksschule Innere Stadt Innsbruck, Oktober 2011: 12 Zeichnungen
  • Aktionstage Junge Uni, November 2011, SchülerInnentag: 199 Zeichnungen
  • Aktionstage Junge Uni, November 2011, Familientag: 59 Zeichnungen
  • Neue Mittelschule Königsweg Reutte, Dezember 2011 (Italienisch- und Kreativgruppe): 48 Zeichnungen
  • Volksschule Innere Stadt, Februar 2012: 15 Zeichnungen
  • Neue Mittelschule Dr. Fritz Prior, März 2012: 7 Zeichnungen
  • Tiroler Nacht der Forschung, Bildung und Innovation, April 2012: 45 Zeichnungen
  • HLW Reutte, Juni 2012: 24 Zeichnungen
  • Neue Mittelschule Königsweg Reutte, Juni 2012 (Italienisch- und Kreativgruppe): 33 Zeichnungen
  • Bundesrealgymnasium Adolf-Pichler-Platz, Jänner 2013: 26 Zeichnungen
  • Neue Mittelschule Stams-Rietz, April 2013: 47 Zeichnungen
  • Aktionstage Junge Uni, November 2013, SchülerInnentag: 109 Zeichnungen
  • Aktionstage Junge Uni, November 2013, Familientag: 29 Zeichnungen

Methode: Bei der Erstellung der Bilder wird jeweils von der Ausgangs- bzw. wörtlichen Bedeutung des Kollokators ausgegangen (bei il dente balla – der Zahn wackelt z.B. von ballare im Sinne von ‚tanzen‘). Eines der bisher beliebtesten Beispiele war der ‚tanzende‘ (wackelnde) Zahn, ebenso der Nagel, der im Italienischen nicht eingeschlagen, sondern ‚eingepflanzt‘ wird, oder das Radio, das beim Einschalten wörtlich genommen ‚angezündet‘ wird.

Produktives Erstellen von Illustrationen im Lernprozess: Im Rahmen unserer Kooperationen mit Schulen und sonstigen Aktivitäten werden die jeweiligen Illustrationen von den Schüler/inne/n während des Lernprozesses produktiv bzw. aktiv erstellt, was unserer Erfahrung nach zu einem besonders großen Lernerfolg führt und vor allem auch Interesse und Motivation bei den Schüler/inne/n hervorruft.

Rezeptiver Einsatz der Illustrationen im Lernwortschatz: Beim Integrieren der entstandenen Illustrationen in unseren Lernwortschatz werden diese den Lerner/inne/n zum Zweck der Lernerleichterung und des besseren Memorisierens hingegen “rezeptiv” vorgesetzt (natürlich aber können die Lerner/innen, eventuell auch auf Anleitung einer Lehrperson, nach dem Vorbild der im Buch abgebildeten Zeichnungen selbst solche anfertigen). Das Endergebnis besteht – sowohl beim aktiven Erstellen als auch beim passiven Betrachten einer Illustration – jeweils im “Sehen” der Bildlichkeit hinter einer Kollokation: Zuerst sieht man tatsächlich das konkrete Bild, und im Anschluss daran wird das Bild im Gedächtnis abgespeichert, d.h. der / die Lerner/in “sieht” das Bild nun (auch) geistig vor sich und die Wendung wird mit dem betreffenden Bild assoziiert.